[ ARCHE ]

Opus Magnum

DAS GROSSE WERK
Das Opus Magnum ist nicht das Ziel einer Reise, sondern die Erkenntnis des Reisenden. In der Alchymia der Neuzeit vollendet sich das Werk, wenn wir begreifen, dass es nie eine Trennung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung gab. Das Große Werk ist die vollkommene Transparenz des Egos, durch das nun das Licht der Unendlichkeit ungehindert fließen kann.
"Alles manifestiert sich aus der Stille."
Wir haben das Blei unserer Erfahrungen geschmolzen und das Silber unserer Reflexion geklärt. Das Opus Magnum ist die Fähigkeit, in der Welt zu sein, aber nicht von ihr. Es ist der Frieden eines Rentnerdaseins, das in Bescheidenheit und Liebe für die Familie und Freunde da ist – wissend, dass jede kleine Geste im Kleinen eine Auswirkung auf das große Universum hat. Es ist das Amen unter dem Gebet des Lebens.
Wer das Große Werk vollendet hat, hantiert nicht mehr mit komplizierten Formeln oder Manifestationen. Er ruht in der Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Er hat kapituliert und damit gesiegt. Das Gold ist nun kein Besitz mehr, sondern eine Seinsweise. Das Werk ist vollbracht – und doch beginnt es in jedem Augenblick der Stille neu.

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