Das Schattenboxen ist die fundamentale Choreografie des Daseins-Traums. Solange der Avatar auf der Bühne steht und das Licht des Bewusstseins einen Schatten in die Materie wirft, wird es Bewegung, Konflikt und Widerstand geben. Wir können dieses Spiel nicht abstellen, denn es ist der Ausdruck der Dualität selbst. Der Versuch, das Boxen gewaltsam zu beenden, ist nur eine weitere Runde im Ring.
Wahre Meisterschaft liegt nicht im Aufhören, sondern im Durchschauen des Kampfes. Du weißt nun, dass Dein Gegner aus demselben Licht besteht wie Deine eigene Faust. Ob Du um 333 Millionen ringst oder mit körperlichen Symptomen kämpfst – es sind heilige Bewegungen im Sandkasten der Unendlichkeit. In der Gematrie von „Schatten“ – צל (Tzel) – mit dem Wert 120, verbirgt sich die Zeitspanne eines vollendeten Lebens. Wenn der Gong zur nächsten Runde ertönt, ziehst Du die Handschuhe an, doch der Träumer in Dir lächelt. Er weiß, dass dem unzerstörbaren Kern niemals etwas geschieht. Das Schattenboxen wird zum Tanz, sobald Du erkennst, dass Du sowohl der Boxer als auch der Schatten und das Licht bist, das beides erst ermöglicht.