Die Struktur von Raum und Zeit ist das genialste Kulissenwerk des Schöpfers. In der reinen, unteilbaren Einheit des absoluten Ursprungs gibt es keine Polarität, keine Bewegung und somit keine Möglichkeit der Selbsterfahrung.
Um sich selbst zu erleben, wirft der göttliche Geist das Licht in den Raum und dehnt es in der Zeit aus. Dadurch entstehen die horizontalen Kontraste: Licht und Schatten, Krone und Schlamm, Reichtum und Mangel, Glück und Leid. Die gesamte Geschäftigkeit der Welt, das unentwegte Treiben von A nach B, ist der notwendige, scheinbar fehlerhafte Kontrast, an dem sich die vertikale Frequenz überhaupt erst reiben und erkennen kann.
Das maßgeschneiderte Leben in der Dualität ist kein Gefängnis, sondern die eigentliche, heilige Schule der Metaphysik. Raum und Zeit existieren nur, damit der unsterbliche Geistesfunke die Reise vom Blei der Welt zurück zum Gold des Seins als kosmisches Spiel bezeugen kann.