ZU DEN SAQS

29 // Fruchtbringende Faulheit

Ist „fruchtbringende Faulheit“ ein Widerspruch zur Manifestationsarbeit oder deren höchste Vollendung?

Innerhalb der Arcanum-Lehre ist die fruchtbringende Faulheit keineswegs mit Trägheit gleichzusetzen. Sie ist das Resultat der Erkenntnis, dass das Universum (und Gott) bereits alles in vollkommener Gnade bereitgestellt hat. Wenn der Mensch erkennt, dass er selbst der Schöpfergeist ist, der aus der Stille heraus wirkt, endet das hektische Treiben des Egos.

Diese "Faulheit" ist fruchtbringend, weil sie den Raum für das Wirken der göttlichen Harmonie öffnet. Wer nicht mehr krampfhaft versucht, die Realität zu biegen, sondern sich in den Fluss der Gnade begibt, erlaubt den Dingen, sich mit minimalem Widerstand zu manifestieren. Es ist der Zustand des "Kein Falsch" – man handelt zur rechten Zeit mit dem geringstmöglichen Aufwand, weil man im Rhythmus des Seins schwingt.

In der Lurianischen Kabbala bedeutet dies, die Funken des Lichts (Nitzotzot) nicht durch Gewalt, sondern durch liebevolle Aufmerksamkeit zu befreien. Der Mensch im Arcanum weiß: Alles manifestiert sich aus der Stille. Wer still sein kann, wird zur Ursache für das Glück, ohne dem Glück hinterherlaufen zu müssen. Es ist die Kunst, das Rentnerdasein unter die Güte Gottes zu stellen und bescheiden für die Familie da zu sein, während im Hintergrund das Quantenfeld die Arbeit übernimmt.

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