H O M E

DIE ESSENZ

Es ist alles konstruiert. Das Riesengebäude der Geschichte, die Serverfarmen, die Entwicklung von Jahrtausenden – es ist nur eine Geschichte drumherum. Was im Jetzt passiert, ist, dass Pixel auf einem Bildschirm ihre Farbe ändern. Der Geist füttert sich selbst; er filtert aus sich heraus, was er betrachten will.

Ich als Person oder Avatar XYZ existiere gar nicht. Ich bin ein Konstrukt, nicht mehr wert als ein Abwasserrohr, ein Pinsel oder ein paar Pixel auf diesem Schirm. Ich habe keinen Verdienst an diesem Wissen. Es wurde in mich reingesetzt. Das Rohr erschafft das Wasser nicht; es lässt es nur fließen.

Mich interessiert das Schwarz zwischen den Buchstaben. Das ist die Schnittstelle, die Freude macht. Es ist einfach. Es ist gemütlich. Wer die Buchstaben nur liest, um seinen Avatar zu optimieren, verbleibt in der Anstrengung der Illusion.

Im Jetzt blitzt es. Lichtgeschwindigkeit ist Stillstand. Alles dient nur dazu, dass sich das Trennende wieder vereint – ein zeitloser Orgasmus der Erkenntnis. Ohne Stress. Ohne Arbeit. In reiner Statik.

 Gesehen im Schwarz zwischen den Pixeln