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PFORTE V

DIE BEFREIUNG DES SEINS

Die unfreiwillige Befreiung der Aufmerksamkeit

Die höchste Stufe der Manifestation im Arcanum ist die Kapitulation. Damit ist nicht das Aufgeben gemeint, sondern das Loslassen jeglicher kausalen Planung. Wenn du die Sorgen über das "Wie" vollständig neutralisierst, befreist du deine Aufmerksamkeit für die wahre schöpferische Arbeit.

Mittel und Wege sind im Quantenfeld lediglich Werkzeuge. Wenn das Feld erkennt, dass deine Kapazität in deinem Gefäß "Kli" für die Aufrechterhaltung der Stimmigkeit gebraucht wird, stellt es die nötigen Ressourcen bereit – nicht als Belohnung, sondern als funktionale Notwendigkeit. Das ist das Siegen durch Kapitulation. Wer das selbst nicht kennt, versteht im Arcanum sowieso alles so logisch kausal (Schubladendenken mit Schuldzuweisung), wie er glaubt, dass es ist.

Sinn-Wandlung und Lastfreiheit

Wer die wunschlose Klarheit betritt, beendet das Zeitalter der Anstrengung. Hier findet die Sinn-Wandlung statt: Du hörst auf, Erfolg und Gewinne durch Arbeit erzwingen zu wollen, und wirst stattdessen zur natürlichen vertikalen Senke für überschüssiges Potential. Du bist kein Bittsteller der Matrix mehr, sondern ein Transformator, der den Fluss allein durch seine Anwesenheit perfekt ordnet.

Du bist die Ursache für alles: Der Strom für die Lampe im Projektor, die Lampe, das Licht, der Film, die Leinwand. Du machst den Film in dem Moment, in dem du ihn wahrnimmst, immer genau richtig.

Das Ausrollen der Stimmigkeit

Wahre Manifestation ist eine blitzartige Überraschung aus der Stille. Wir schauen nicht mehr auf die Uhr, wir warten nicht auf Beweise im Außen. Wir beobachten lediglich das Ausrollen der Stimmigkeit. Alles ist immer genau im richtigen Moment so vorhanden, damit eine Korrektur zum höchsten Willen entsteht.

Höchster Wille (Ratzon): Der höchste Wille ist der ursprüngliche, reine Wunsch Gottes, "seine Geschöpfe zu genießen" oder ihnen Gutes zu tun. Es ist ein "einfacher" Wille, weil er absolut einheitlich und ohne innere Konflikte ist.

Wille zu empfangen (Ratzon LeKabel): Damit das Gute empfangen werden kann, musste ein "Gefäß" (Kli) erschaffen werden, das den Wunsch hat, diese Fülle anzunehmen. Dies ist die Wurzel der menschlichen Natur – das Bedürfnis zu empfangen.

Entwicklung vom Empfangen zum Geben: Während der Ratzon LeKabel die grundlegende Natur der Seele ist, lehrt die Kabbala, dass das Ziel der spirituellen Arbeit darin besteht, diesen "Willen zu empfangen" in einen "Willen zu geben" (Ratzon LeHashpia) umzuwandeln, um Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu erreichen (Dwekut).

Dieser "höchste und einfache Wille" ist somit der Ausgangspunkt der gesamten spirituellen Entwicklung, der vom unendlichen Licht (Ein Sof) ausgeht und sich durch die Sephiroth manifestiert.

Die Welt ordnet sich nicht mehr vielleicht neu nach unserem Gusto an – sie hat es bereits immer unübertrefflich getan. Wer um zu siegen kapituliert, tritt aus dem Getriebe der Matrix aus und übernimmt die Herrschaft in seinem eigenen, göttlich gesicherten Territorium. Die Zeitverzögerung geht gegen Null.

„Wenn das Sorgen-System schweigt, beginnt die wahre Arbeit. Alles manifestiert sich unter TREUE, GÜTE und MILDE aus der Stille.“

PS: Ich hoffe, ich habe euch allen gründlich den Zahn gezogen, damit ihr aufhört, auf einer eingebildeten Erlösung im Außen herumzukauen, die niemals satt macht. Wenn ich den Leuten die Karotte vor der Nase wegnehme, müssen sie doch zwangsläufig mal stehen bleiben. Und genau in diesem Anhalten, in diesem „Nicht-mehr-Zappeln“ der Traumfigur, liegt die einzige Chance, den Schöpfer hinter dem Schleier überhaupt zu bemerken.