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Das Fundament

DIE GRUNDLAGEN DER WEISHEIT

Die Essenz (Zusammenfassung)

Die Einheit des Eyn Sof liegt in der Tatsache, dass nur Sein Wille existiert. Der Wille des Emanators ist ausschließlich gut, und folglich hat nichts dauerhaft Bestand außer Seiner Güte. Das Ziel der Schöpfung ist es, den Geschöpfen das ultimative Gute zu schenken – ohne Scham. Dafür wurde das System der Regentschaft gegründet, in dem sich das Übel schließlich in Gutes zurückverwandelt.

Enthüllung 1: Einheit & Führung +
D I E   G R U N D L A G E

Einheit - Die Existenz G-ttes, Sein Wille und Seine Führung

Die Einheit des Eyn Sof – Er, der "Kein Ende" hat, gesegnet sei Er – liegt in der Tatsache, dass nur Sein Wille existiert, und dass kein anderer Wille außer durch Ihn besteht. Folglich hat Er alleine die Kontrolle und kein anderer Wille. Die gesamte Struktur wurde auf dieser Grundlage errichtet.

G-ttes höchste Einheit ist die Grundlage des Glaubens und die Wurzel der Weisheit. Dementsprechend muss dies zuerst erklärt werden. Die gesamte Weisheit der Wahrheit (Chochmat Ha-Emet, die Kabbalah) besteht ausschließlich, um die Wahrheit des Glaubens (Emunah) zu demonstrieren. Sie erscheint, um zu erklären, dass alle erschaffenen Reiche und Wesen sowie alles, was im Universum geschieht, aus dem Höchsten Willen hervorgeht (HaRatzon HaElyon). Dies zeigt, wie alles in der rechten Weise vom dem Einen G-tt gesteuert wird, gesegnet sei Er, um den gesamten Zyklus der Schöpfung bis zum Ende zur Vervollkommnung zu führen. Die Details dieser Weisheit bringen ein umfangreiches Verständnis aller Gesetze und Prozesse mit sich, durch die das Universum bestimmt wird.

Teil 1: Die Einheit des Eyn Sof...
Hier wird das Thema der Höchsten Einheit G-ttes vorgestellt.

Teil 2: Die gesamte Struktur...
Diese Einheit ist ebenso die Grundlage aller ausgeströmten Reiche und erschaffenen Wesen.

Teil 1: Die Enheit des Eyn Sof...

Wie Sie bereits wissen, sprechen wir in keiner Weise über G-tt Selbst, über die wesentliche Natur des Inhabers dieses Willens. Alles, was wir besprechen, bezieht sich nur auf Seinen Willen, der allmächtig und unbegrenzt ist. Nur darüber haben wir die Erlaubnis zu reden, nichtsdestoweniger gibt es hier eine Begrenzung, wie weit unser Verstand reichen kann, wie noch weiter unten besprochen werden wird. Da wir es nicht mit Seinem Wesentlichen sondern mit Seinem Willen zu tun haben, ist es für uns angängiger, demnach das Verstehen zu suchen.

Wir müssen glauben und das Vertrauen haben, dass der Höchste Emanator – gesegnet sei Er und gesegnet sei Sein Name - Einer, allein ist, in jeder Hinsicht vereinheitlicht. Das heißt, dass Er alleine existiert, und nur Er notwendigerweise besteht: es gibt einfach nichts anderes. Und Er alleine steuert alles. Dass Er alleine regiert, ist eine offensichtliche Folgerung von der ersten Prämisse -, dass Er alleine existiert. Da er alleine besteht, ist Er alleine herrschend. Dies bedeutet, dass jedes andere Wesen, das besteht, jetzt von Ihm abhängig ist.

Dennoch ist die Tatsache, dass Er alleine die Kontrolle inne hat, eine unterschiedliche Einzelheit des Glaubens. Andernfalls könnten die Ungläubigen sagen, dass Er zuerst alleine gewesen sein könnte, und dass Er dann beschloss, Geschöpfe in das Sein zu bringen. Sie könnten argumentieren, dass sobald Er die unabhängigen Geschöpfe erschuf, die ihren eigenen Willen besitzen, es möglich sein würde (so war es nicht wegen der Tatsache seiner vollkommenen Einheit), dass diese unabhängigen Willen Begrenzungen auf Seinen Willen legen würden. Das heißt, sobald Er ihnen einen freien Willen gab, würden sie fähig sein, das Entgegengesetzte von Seinem Willen zu wählen.

Zusätzlich scheint der Verlauf der Geschichte nach außen so, als ob dies in der Tat der Fall wäre. Denn Er erschuf das Universum für das Gute, jedoch verursachte Er auch die andere Seite (Sitra Achra), die böse ist, und Er erschuf den Menschen mit dem freien Willen und gab ihm das Potential, Schlechtes zu tun. Der Mensch kam und beschloss das Übel zu tun, mit dem Resultat, dass G-ttes Wunsch nicht vollendet wurde. Die Ungläubigen argumentieren, dass, da das Volk von Israel sündigte, es keine Erlösung für ihre Sünden gäbe (G-tt bewahre) und es deshalb fortfahre zu sündigen. Dementsprechend wären sie für immer verbannt und verfolgt – woher könnte denn ihre Erlösung kommen? In der Tat wird ausdrücklich gesagt: "Ja, Jeruschalaim stürzt und Jehuda fällt; denn ihre Worte und ihre Taten richten sich gegen den Ewigen, sie trotzen den Augen seiner Herrlichkeit." (Isajah 3:8). Er wird auch gesagt: "Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest du und hast den G-tt vergessen [oder geschwächt], der dich erschuf.“ (Deuteronomium 32:18)

Dementsprechend müssen wir wissen, dass nicht nur G-tt alleine existiert, sondern Gott auch alleine die Kontrolle hat. Dies ist mit der Einheit Seines Willens gemeint: dass überhaupt nichts in der Welt Seinen Willen verneinen könnte, denn Er alleine hat die Herrschaft.

Alles, was wir sehen und was so erscheint, als wäre es zu Seinem Willen entgegengesetzt, besteht nur, weil Er es gemäss seinem tieferen Plan erlaubt, der fortfährt, sich zu entfalten, bis Er alles zur absoluten Vervollkommnung geführt hat. Zur Zeit lässt G-tt dem Menschen die Freiheit der Wahl, so lange Er es will. Aber letztendlich - ob durch Reue oder mittels Bestrafung – kehrt alles zur vollständigen Perfektion zurück. Dies wird "die Einheit des Eyn Sof, gesegnet sei Er " genannt. Wir sprechen über das Einssein von Seinem Willen [jedoch nicht über Eyn Sof mit seiner innewohnenden, tatsächlichen Wesenheit].

Folglich besteht nur Sein Wille - der Wille des Emanators, das vereinheitlichte Eyn Sof, gesegnet sei Sein Name, - denn nur G-tt existiert notwendigerweise. In anderen Worten, genau so wie wir an die Einheit der Existenz G-ttes glauben müssen – dass G-tt unbedingt alleine existiert - so müssen wir auch an die Einheit Seiner Kraft und Seines Willens glauben. Ebenso wie Sein Bestehen notwendig ist, und es gar nicht anders sein kann - und Er alleine die unerlässliche Ursache ist, während sich alles von ihm ableitet -, so sind ebenso Sein Wille und Seine Macht erforderlich, und es kann nicht anders sein. Alleine Seine Kraft setzt sich durch, und alle weiteren Willen bestehen nur in Übereinstimmung mit diesem Willen. So besteht kein anderer Wille ausgenommen durch Ihn.

Entsprechend kann man nicht argumentieren, "wenn es zutreffend wäre, dass alle Willen durch ihn existieren, da sie nun bestehen, haben sie die Kraft, sich Seinem Willen zu wiedersetzen" (Gott bewahre). Dies ist nicht zutreffend. Folglich ist Er alleine der Lenker und kein anderer. Das heißt, nur Er hat die vollständige Herrschaft, denn nichts kann seine Kraft begrenzen. Diese Kraft gehört dem Höchsten Willen, von dem wahrhaftig gesagt werden kann, der einzige Wille zu sein. G-tt will entsprechend Seinem Willen, und nichts kann Ihn begrenzen. Kein anderer Wille hat eine vollständige Kontrolle, denn alle weiteren Willen sind vom Höchsten Willen abhängig und untergeordnet. Dementsprechend gehören sie, obwohl sie auch Willen sind, nicht in der gleichen Kategorie wie der Höchste Wille. Es kann nicht bestritten werden, dass sie sich davon ableiten, und folglich können sie damit auch nicht gleich sein, obwohl sie "Willen" genannt werden. Sobald wir sagen, dass sie sich vom Höchsten Willen ableiten, implizieren wir, dass sie unterschiedlich vom Höchsten Willen sind und keine vollständige Kontrolle besitzen.

Dem gemäß, wenn wir sagen, dass es einen Emanator gibt, gesegnet sei Sein Name, der Einheit und Einigkeit in jeder Hinsicht ist, dann müssen wir sofort verstehen, dass Seine Kraft auch all einig ist. Da es für zwei Kräfte unmöglich ist, allmächtig zu sein und alles zu kontrollieren, müssen wir sagen, dass nur ein Wille die vollständige Herrschaft hat, und alle anderen nicht die Kontrolle haben. Es ist immer noch berechtigt zu sagen, dass andere Wesen außer der Ersten Existenz bestehen. Denn dies verneint nicht die Macht der Ersten Existenz. Er besteht und Er erschafft, und die anderen Wesen bestehen nur durch Ihn. Wenn wir jedoch argumentieren sollten, dass ein absoluter Wille außer dem Höchsten Willen bestehe, und selbst eingestehen würden, dass die Existenz dieser anderen Willen nicht notwendig sei, und sie sich vom Höchsten Willen ableiten, wäre dies eine Verneinung der uneingeschränkten Macht des Höchsten Willens. Denn es ist unmöglich zu sagen, dass zwei Kräfte eine vollständige Herrschaft innehaben. Wenn wir sagen, dass die erste unbeschränkte Macht eine andere unbeschränkte Macht erschuf, sind weder die ursprüngliche Macht noch die Neue mit absoluter Führung ausgestattet. Deshalb gilt, wenn wir sagen, dass der Erste die Allmacht hat, es unausdenkbar ist, dass es irgend eine andere unumschränkte Macht gibt.

Genau so ist es gemeint, wenn wir sagen, dass das Universum einen G-tt hat, das bedeutet einen absoluten Führer und Herrscher, und es ist undenkbar, dass es irgend eine andere uneingeschränkte Kraft gibt. Denn existierten weitere absolute Mächte, gäbe es nicht länger nur einen Herrscher, sondern so viele wie die Zahl der unabhängigen Willen, die in das Sein gebracht worden wären, und dann könnte keiner von ihnen tatsächlich als "Gebieter“ bezeichnet werden. In solch einem Fall würde es unmöglich sein, alles auf eine Wurzel zu beziehen - wie wir es tun müssen - ausgenommen ehemals in der damaligen Zeit. Wir könnten behaupten, dass zwar zuerst eine Wurzel da war, aber dass wir jetzt nicht mehr länger alles auf eine einzelne Wurzel beziehen können, da wir behaupten, dass ein Wesen existiert, welches die Macht hat, den anfänglichen Gebieter zu begrenzen.

Teil 2: Die gesamte Struktur wurde auf dieser Grundlage gebaut, nämlich auf der Einheit und der Einigkeit, die wir erklärt haben. Das gesamte Gefüge bezieht sich auf alles, was durch G-tt in die Existenz gebracht wurde, einschließlich der Lichter [Orot, den Sefirot] und der unterschiedlichen Reiche und Wesen [Nimtza'im Nifradim, die Welten und Geschöpfe, die von den Sefirot abgeleitet und gesteuert werden]. Die gesamte Struktur basiert auf Einheit, in der Weise, dass diese gesamte Anordnung ein einzelnes, vollständiges Wesen ist, welches die Wahrheit dieses Einsseins und der Einheit in den Teilen der Struktur selbst darstellt. Die Lichter (Sefirot), die darin gesehen werden können, die "Körper" (die erschaffenen Reiche und Wesen), die in ihr bestehen, wie sie gesteuert werden und was ihnen geschieht, - all dies wurde als Teil eines einzelnen Auftrages gebildet, welcher auf die zugrundeliegende Einheit verweist und diese aktiv enthüllt.

Enthüllung 2: Wunsch nach Güte +
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Sein einziger Wunsch ist Gutes zu schenken

Sein einziger Wunsch ist Gutes zu schenken. Sogar das Schlechte ist ein Mittel, durch das Er Gutes spendet. Auf diese Art wird Seine Einheit deutlich offenbart.

Der Wille des Emanators, gesegnet sei Sein Name, ist nur gut, und folglich hat nichts Bestand außer Seiner Güte. Alles, was zuerst Böse ist, entsteht nicht aus einer anderen Herrschaftsebene, die gegen Ihn bestehen könnte. Letztendlich wird zweifellos alles gut, und dann wird enthüllt werden, dass es keinen anderen Bereich als den Seinigen gibt.

Dies ist die Antwort auf den oben aufgeworfenen Einwand: Wenn der Höchste Wille es möchte, Kräfte in das Dasein zu bringen, die dazu in der Lage sind, Seiner Macht Begrenzungen zu setzen (als ob solch etwas möglich wäre), wäre dies zum Höchsten Willen nicht konträr, da Er es so wollte.

Der Wille des Emanators, gesegnet sei sein Name, ist nur gut – Wir können nicht sagen, dass der Höchste Wille die Existenz anderer Willen wünscht, die Kräfte besitzen, Ihn in irgend einer Hinsicht zu begrenzen. Denn der Höchste Wille wünscht nur Gutes, und es würde zweifellos nicht gut sein, wenn Seine Güte Seine Geschöpfe nicht erreichen könnte. Wenn man behauptet, dass die Natur von Güte so sei, das Rechtschaffene zu fördern und das Üble zu bestrafen, während "Mitleid für das Boshafte zeigen grausam wäre“ – sagt die Torah das Entgegengesetzte: Ich werde gnädig sein, wem ich gnädig bin, und erbarme mich, dessen ich mich erbarmen will.“ (Exodus 33:19) „...obwohl er, der Böse, möglicherweise dessen nicht würdig sein kann.“ (Berachot 7a). Es wird auch geschrieben, dass " ...Israels Schuld gesucht werden wird, und sie wird nicht da sein, - und die Sünden Judas, und sie sind nicht zu finden;..." (Jeremiah 50:20). Hieraus erkennen wir, dass es der Wille G-ttes ist, sogar das Boshafte zu begünstigen und zu heilen.

Wenn man argumentiert, dass all dies nur nach langer Verbannung und Bestrafung zutreffen würde, ist dies genau das Argument, was diese Aussage belegt. Denn wenn dem so ist, sehen wir, dass der Höchste Wille es mit sich bringt, dass schließlich jeder Nutzen und Heil erfährt. Daraus können wir buchstäblich ableiten, dass Sein Wille nur förderlich wirkt. Jedoch muss Er dies bei jedem entsprechend dessen Natur passend bewältigen. Es ist notwendig, die Bösen zu bestrafen, um ihnen danach zu verzeihen. Wenn es die Absicht wäre, das Böse zurückzuweisen, sollten sie im wahrsten Sinne des Wortes zerstört werden, anstatt sie zu bestrafen, um sich ihnen danach begünstigend zuzuwenden. Jedoch ist die Tatsache, dass sie bestraft werden, um sie später zu fördern, ein klarer Beweis dafür, dass Sein Wille nur dem Guten dient. Denn nur das beabsichtigte Resultat einer Handlung ist der ultimative Sinn und Zweck, der alle Teile dieser Handlung steuert. Am Ende empfangen alle Menschen, ob rechtschaffen oder böse, Güte. Wenn dem so ist, ist die entscheidende Absicht und das Ziel, allen das Gute zu schenken. Dies beweist, dass sein Wille ausschließlich gut ist.

Folglich wird nichts anderes überdauern als Seine Güte. – Wahrnehmend, dass Sein Wille ausschließlich fördern und heilen soll, muss es so sein, dass die Dinge nicht endlos in ihrem aktuellen Zustand fortbestehen. Angenommen, Er würde die Zerstörung der Boshaften nicht verachten, dann hätten wir sagen können, dass ihre Bestrafung nicht schlecht sei, sondern würden meinen, „Unheil verfolgt die Sünder, doch den Gerechten belohnt Er mit Glück" (Spüche 13:21) und ihre Bestrafung sei eine angemessene Vergeltung, wie oben besprochen. Nun, da wir gesagt haben, dass dies nicht Sein Weg ist, Er aber den Sünder bestraft, um ihn zur Reue und Umkehr zu bringen, und ihn danach zu begünstigen, wenn dem so ist, dann ist die Bestrafung an sich schlecht. In dieser Weise kann es nicht für immer fortgeführt werden. Es muss zu einem Ende kommen, damit der Sünder erlöst werden kann. Da die Bestrafung schlecht ist, ist sie gegen den Höchsten Willen. Und da sie nicht in jedem einzelnen Fall für immer weiterbestehen kann, kann sie nicht in der Welt als Ganzes für immer fortgesetzt werden, denn sie ist gegen den Höchsten Willen.

Lassen Sie mich nun abschließend demonstrieren, dass das Unheil in der Welt als Ganzes zu einem Ende kommen muss. Für das beabsichtigte Resultat jeder möglichen Handlung ist es die ultimative Zielsetzung, die alle Teile dieser Handlung steuert. Nun ist das Endresultat des vollständigen Zyklus, durch den alle Menschen hindurchgehen, sogar einschließlich der Bösen, gut. Wenn dem so ist, dann ist das letztendliche Ziel, der ultimative Sinn und Zweck des kompletten Ablaufs in allen seinen Teilen gut. So haben wir den Beweis, dass die ultimative Absicht des gesamten Kreislaufs gut ist. Jedoch ist es der Höchste Wille, der den vollständigen Zyklus hervorbringt. Da das ultimative Ziel des Ablaufs gut ist, muss auch der ganze Sinn des Höchsten Willens nur gut sein. So haben wir ebenso den Beweis, das die gesamte Zielsetzung des Höchsten Willens ausschließlich gut ist.

Lassen Sie uns nun betrachten, ob die Bestrafung, die der Böse vor dem Ende erleidet, gut oder schlecht ist. Wenn etwas endet, ist es unterschiedlich zu dem, wie es am Anfang war, der Anfang und das Ende sind nicht von der gleichen Art. Das Ende des Kreislaufs, den die Bösen durchlaufen, ist unterschiedlich zu dem, wie er am Anfang war. Denn am Ende erreichen sie das Gute, während sie vor dem Ende Bestrafung erleiden. Wenn dem so ist, dann sind der Anfang und das Ende des Zyklus nicht von der gleichen Beschaffenheit. Das Ende ist gut, so wie dies die ursprüngliche Absicht des Willens war, der den gesamten Ablauf hervorbringt. Jedoch ist das Zwischenstadium oder die Hilfsmittel, nämlich die Bestrafungen, die vor dem Ende kommen, nicht in der gleichen Kategorie anzusehen wie das Ende. In dem Falle, da dasjenige, was vor dem Ende kommt nicht gut ist, ist es nicht das, was ursprünglich durch den Willen gewünscht wurde, der den Zyklus hervorbringt. Wenn wir einwenden: Weshalb existiert es dann?, ist die Antwort, dass es nicht möglich ist, das Ende ohne es zu erreichen.

Aus alledem darf gefolgert werden, dass die Bestrafung schlecht ist und sie das Entgegengesetzte ist, was durch den Höchsten Willen gewünscht und beabsichtigt wird. Jedoch besteht sie als notwendiges Hilfsmittel, durch die Seine Geschöpfe das endgültige Ziel erreichen werden. Wenn es möglich wäre, dieses letzte Ende ohne dieses Hilfsmittel zu erlangen, so wäre es besser gewesen, gegeben, dass sein Wille dem Guten dient. Gerade da, wo in einzelnen Fällen Bestrafung zugefügt wird, ist es das Entgegengesetzte von Seinem Willen, der besteht, damit es schließlich zu einem Ende kommen muss. So können wir schließlich ableiten, dass Bestrafungen im allgemeinen im Ablauf der Welt gegen den Höchsten Willen sind, und sich letztendlich ändern müssen.

Da der Höchste Wille plante, dass alle einzelnen Bestandteile der Schöpfung zum Schluss nur Gutes gewinnen werden, muss es Seine Absicht sein, die gesamte Welt dahin zu bringen, schlussendlich nur Gutes zu erreichen. Gerade weil Er die Bestrafungen verursachte, die ausreichend und geeignet sind, jeden Einzelnen dahin zu bringen, das Gute zu guter letzt zu empfangen, hat Er die Macht, eine Art Bestrafung zu verursachen, oder was auch immer sonst es für die gesamte Welt sein solle, die zuerst schlecht ist, jedoch im gut sein enden wird. Es ist zweifellos zutreffend, dass Sein Wille nur dem Guten dient, und das ist, was für immer überdauern wird. Denn Seine Macht west ewiglich und nur Sein Wille behält die Herrschaft. Wenn das Werkzeug, dieses Ende zu vollenden, das Unheil und Übel ist, untergräbt dies nicht Seine Absicht, jeden zu fördern, denn Übel ist gerade das Hilfsmittel zum Guten. Im Gegenteil wird Seine gute Absicht schließlich enthüllt werden, und das beabsichtigte Resultat wird für immer fortdauern. Denn was aus dem gesamten Zyklus auf jeder Seite herauskommt, ist nur Seine wesentliche Güte.

Alles, was zuerst Übel ist, entspringt nicht aus einem anderen Herrschaftsbereich, der gegen Ihn bestand haben könnte. Nun, da wir verstehen, dass am Ende alles, was Er tut, gut sein muss, können wir eine andere Wahrheit erfassen. Sie lautet, dass es zweifellos nur einen Machtbereich gibt, gegensätzlich zur Behauptung der Ungläubigen, dass es zwei solcher Bereiche gäbe. Wenn wir sagen, dass unser G-tt Einer ist, ist es notwendig, zwei Dinge zu begreifen. Das erste ist, dass, obwohl wir solch eine Menge verschiedener Phänomene im Universum sehen, sowie so viele unterschiedliche und entgegensetze kausale Zusammenhänge erkennen, wir wissen, dass es selbst dann nur einen G-tt gibt, gesegnet sei Sein Name, und nur einen Willen. Der zweite Punkt, der aus der Aussage folgt, dass G-tt Einer ist, besagt, dass kein anderer Wille Ihn begrenzen kann, sogar wenn dieser durch Ihn ins Dasein bebracht wurde. Und es ist zweifellos unmöglich, dass zwei Mächte oder Reiche existieren, der eine Gutes erschaffend und der andere Schlechtes verursachend. HaShem, unser G-tt, HaShem ist Einer - mit jeder Art und Weise des Einsseins und der Einheit.

Wenn es gegenwärtig so erscheint, als ob sich die Dinge durch eine andere Macht als G-tt ereignen würden, sei es eine Energie, die Er erschuf oder eine andere "unabhängige" Energie, ist dem nicht so. G-tt alleine, in Seiner immanenten Güte bringt alles hervor. Wir haben bereits besprochen, wie alles Schlechte, das jetzt besteht, nicht für immer Bestand hat. Am Ende wird alles gut sein, und wir werden wissen und rückwirkend verstehen, dass es nie irgend eine andere Macht oder ein anderes Herrschaftsgebiet gab. Denn eine unabhängige Kraft oder ein unabhängiger Machtbereich muss per Definition für immer bestehen. Dies liegt auf der Hand, denn jede mögliche Energie ist nur soweit unabhängig, wie nichts weiteres über sie Macht hat. Eine unabhängige Macht oder ein unabhängiges Herrschaftsgebiet ist eines, das in sich und aus sich alleine besteht. Von dem, was nicht ewiglich besteht, kann nicht gesagt werden, dass es eine unabhängige Kraft oder ein unabhängiges Machtgebiet sei. Sobald wir dies verstehen, sehen wir, dass kein Wille, selbst keiner, den Er in die Existenz brachte, Ihn begrenzen kann. Ganz im Gegenteil ist der Sinn und Zweck des gesamten Zyklus, seine Oberherrschaft danach zu enthüllen und alle Dinge durch seine Güte zu vervollkommnen. Dies ist, was wir mit vollkommenem Vertrauen glauben müssen.

Der Nutzen des Studierens der Weisheit der Kabbalah besteht daraus dies erkennen zu lernen und es klar verstehen zu können. Uns ist geboten worden, es so zu tun: "So erkenne denn heute und nimm es dir zu Herzen, dass der Ewige G-tt, HaShem, ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst!“ (Deuteronomium 4:39). Wie können wir das verstehen? Wenn wir erfassen, wie der gesamte Ablauf des Universums von Anfang bis zum Ende gesteuert wird, sehen wir ganz deutlich, wie es beschaffen ist, und dass alles nur von G-tt herrührt, gesegnet sei Sein Name. Der Zweck von allem ist, dass nur Sein guter und wohltuender Wunsch für immer besteht, und nichts weiteres. Die wirklichen Dinge, die uns heute verwirren und den Bösen veranlassen, in Häresie zu verfallen, werden uns schlussendlich die Wahrheit enthüllen und uns Seine Wahrhaftigkeit zeigen, Einheit und Einssein in allen Formen.

Aus dieser Diskussion können wir zwei Aspekte des Übels erklären, welches scheinbar in der momentanen Welt besteht. Der erste ist, dass es nicht aus einem anderen Herrschaftsgebiet auftaucht (G-tt bewahre!), das gegen Ihn bestehen könnte. Der zweite ist, dass zu guter letzt das Übel gut sein wird. Schlussendlich ist es zweifellos gut - denn es kann nicht gegen Seine Güte bestehen, nicht einmal in dem Sinne, wie bereits erklärt wurde, wo ein Wille, den Er in das Sein brachte, Ihn begrenzen könnte. Am Ende wird es gut sein.

Überdies geschieht es genau auf diese Art und Weise, wie Eyn Sof uns Seine wahre Einheit bekannt gibt. Und dann wird enthüllt werden, dass es kein anderes Herrschaftsgebiet als das Seinige gibt. Hätte Er Seinen Geschöpfen ein sofortiges Verständnis Seiner Vollkommenheit gegeben, könnten sie wohl Seine vollständige Perfektion erkennen (insofern Er sie ihnen enthüllen würde) und Seine große Majestät und Ruhm erfassen. Jedoch würde dies nicht die Grundregel der Ungläubigen der früheren Generationen widerlegt haben, dass es unmöglich sei, etwas nur aus dessen Entgegengesetztem zu verstehen. Sie argumentierten, dass, wenn wir sagen, es gibt einen G-tt, der das ultimative Gute ist, muss (G-tt behüte) es auch einen anderen geben, der das ultimative Böse darstellt. Denn wenn es nicht so wäre, könne es keine Kenntnis vom ultimativen Guten geben.

Um diese Behauptung zu widerlegen, hat G-tt das Böse gewollt und erschaffen, wie es geschrieben steht, "Ich bin der Ewige - und sonst keiner -, der das Licht bildet und das Dunkle schafft, der Heil wirkt und das Unheil schafft. Ich, der Ewige, und keiner sonst, der das alles wirkt." (Isaiah 45:7). Auf diese Art und Weise ist das Entgegengesetzte sofort offenkundig, und dann ist es möglich, die Seite des Guten zu erfassen. Außerdem wissen wir, dass sogar dieses Unheil kein unabhängiges Herrschaftsgebiet aus einer eigenen Berechtigung war. Nur der omnipotente G-tt, gesegnet sei sein Name, hat die Macht, das hervorzubringen, was so erscheint, als ob es Sein absolutes Gegenteil sei. Denn dadurch erkennen wir Seine großartige Perfektion.

Unheil ist kein unabhängiger Bereich, G-tt bewahre. Es ist etwas, das von G-tt geschaffen wurde, damit Seine Geschöpfe erkennen mögen, was das Entgegengesetzte des Guten ist, damit sie nicht denken, dass es irgendein anderes Gegenteil gäbe. Denn der einzige Gegensatz ist der, der wirklich das Entgegengesetzte ist. Und wenn sie das Entgegengesetzte wahrgenommen haben und erkennen, dass es nichts außer Seiner Schöpfung gibt, dann werden sie ein klares Verständnis Seiner Vollkommenheit und Einheit besitzen. Dann wird die Torheit des Bösen und der Ungläubigen entblößt werden. Denn für die erschaffenen Reiche ist es in der Tat der Fall, dass eine Seite nur durch ihr Entgegengesetztes erkannt werden kann. Jedoch ist der Weg des Schöpfers in keiner Weise der Seiner Geschöpfe. Denn ein Geschöpf kann nicht das Gegenteil von sich selbst formen. Doch bildet Er Sein Entgegengesetztes, und dann negiert Er es - und Seine Einheit wird zur Vollkommenheit enthüllt!

Enthüllung 3: Das ultimative Ziel +
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Das ultimative Ziel der Schöpfung

Das ultimative Ziel der Schöpfung ist, G-ttes Geschöpfen das ultimative Gute zu schenken.

Der entscheidende Sinn und Zweck der Erschaffung der Welt war für Gott, in Übereinstimmung mit Seinem guten Verlangen, das äußerste Gute zu schenken.

Da wir die Bedeutung des Glaubens an G-tt erklärt haben, können wir jetzt Sein Werk besprechen.

Die entscheidende Zielsetzung der Erschaffung der Welt – denn ganz offenbar handelt jeder Akteur für einen bestimmten Zweck - war für G-tt... zu schenken - nicht für Sein eigenes Bedürfnis, da Er keine Erfordernisse an seine Geschöpfe stellt, jedoch, um Seine Geschöpfe in Übereinstimmung mit Seinem guten Verlangen Gutes zu tun. In anderen Worten heißt dies, wenn Sie fragen "Woher stammt dieser Vorsatz?" ist die Antwort klar: Das was gut ist, wünscht Gutes zu schenken. Der Höchste Wille ist das ultimative Gute. In diesem Fall ist sein Wunsch Gutes zu schenken - das ultimative Gute, denn Er ist das ultimative Gute, und folglich ist Sein Wunsch, das ultimative Gute zu schenken. Deshalb formte Er die Welt auf diese Weise, mit freiem Willen, Belohnung und Bestrafung. Denn dies ist das Mittel, Seine Geschöpfe zum entscheidenden Guten zu bringen, wie in der nachfolgenden Enthüllung erklärt wird.

Enthüllung 4: Die Enthüllung der Einheit +
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Die Enthüllung Seiner Einheit

Sein Wunsch, Gutes für die Vervollkommnung zu schenken durch die Enthüllung Seiner Einheit, ist die Ursache der Unzulänglichkeiten in der Welt, welche die Bedingungen für den menschlichen Dienst für G-tt hervorbringen. Die Enthüllung Seiner Einheit ist an sich die Belohnung.

Das Eyn Sof, gesegnet sei Er, wollte vollständig Gutes schenken, so dass dessen Empfänger in keiner Weise beschämt sind. Er plante und errechnete, wie Seine vollkommene Einheit in der Wirklichkeit enthüllt werden kann, denn vor Ihm gibt es keine Grenzen oder Mängel. Dementsprechend gründete Er das System der Regentschaft, dem Er folgt, in dem sich schließlich das Übel tatsächlich in Gutes zurück verwandelt. Zuerst schuf er einen Ort für das Übel, damit es tun kann, was in seiner Kraft liegt, doch am Ende aller Dinge werden alle Zerstörungen wieder hergestellt sein und alle Übel werden in wirklich Gutes zurückverwandelt. Auf diese Weise wird Seine Einheit enthüllt, und dies an sich ist die Freude der Seelen.

Die Absicht besteht aus vier Teilen: Teil 1. Das Eyn Sof, gesegnet sei Er... Dies ist das zugrundeliegende Prinzip des Ablaufs, welcher eingeleitet wurde, um dem ultimativen Ziel zu dienen, den ich in der vorhergehenden Enthüllung erwähnte. Teil 2. Er plante und errechnete, wie enthüllt werden kann... Das ist der Plan, der hinter diesem Ablauf liegt. Teil 3. Zuerst schuf Er einen Ort... Dieser Punkt behandelt, wie Übles zu Gutem zurück verwandelt wird. Teil 4. Somit wird Seine Einheit enthüllt... Hier wird uns erklärt, was am Ende des Zyklus erscheint.

Teil 1. Das Eyn Sof, gesegnet sei Er, möchte vollständig Gutes schenken. Wie bereits erklärt, wollte Er das Gute bis zum äußersten Grad von Güte und Vollkommenheit schenken, so dass dessen Empfänger in keiner Weise beschämt sind, denn, wie die Rabbis darlegen, "jemand der etwas isst, was nicht ihm gehört, fühlt sich beschämt, wenn er in das Angesicht seines Wohltäters blickt" (Jerusalem, Orla 1:3). Um dies zu vermeiden, wollte Er, dass die Menschen eine Möglichkeit haben, sich durch ihre Bemühungen das Gute zu "verdienen", welches sie dann als ihre Belohnung empfangen. Dementsprechend erschuf Er Gutes und Böses und gab dem Menschen den freien Willen, versetzte ihn in eine Situation der Belohnung und der Bestrafung, bis das beabsichtigte Ziel erreicht ist.

Teil 2. Er plante und errechnete, wie Seine vollkommene Einheit in der Wirklichkeit enthüllt werden kann... Denn die eigentliche Methode der menschlichen Bemühungen sollte genau passend und nicht bloß willkürlich sein. Denn ganz offenbar, wie auch immer die Gebote, die Er festlegte, aussähen, sie alle wären zum Wohle der Menschen geschaffen, wenn sie ordnungsgemäß durch sie ausgeführt würden, und sie würden für alle eine Belohnung empfangen. Jedoch passend zu Seiner erhabenen Weisheit, wollte der Meister der Welt, dass die Methode des Dienstes für Ihn, anstatt bloß willkürlich zu wirken, ein einzelnes System darstellt, gleichbleibend in allen seinen Teilen und entsprechend einem tief empfundenen Plan konstruiert. Er wünschte eine einzelne Wurzel für das gesamte System. Der Höchste Wille ermittelte, dass es keinen passenderen und logischeren Mittelpunkt für das Werk des Menschen geben könne, als dass Er Seine Einheit in der Wirklichkeit enthülle. Dies würde eine geeignete Umgebung ergeben, in der der Mensch dienen könne, und die Enthüllung G-ttes an sich wäre der Nutzen, den der Mensch empfangen würde, wie unten besprochen werden wird.

Denn vor Ihm gibt es keine Grenzen oder Mängel... Seine einzigartige Vollkommenheit liegt sicher in Seiner totalen unbeschränkten Macht. Keinerlei Barriere oder Unzulänglichkeit kann in Seinem Weg stehen. Dies werden wir von der Seite der Vollkommenheit G-ttes erfassen lernen und nicht von der entgegengesetzten Seite. Denn dies wird nur offenbart, wenn nicht die Mängel und die Korrektur gesehen werden, die durch die Macht Seiner Vollkommenheit erscheinen, sondern wenn allein Seine Perfektion wahrgenommen wird. So war es eine geeignete Umgebung, innerhalb derer ein Dienst für G-tt bestehen könnte. In Seinem Wunsch, Seine Einheit in der Wirklichkeit zu offenbaren, war es Sein Plan, zuerst die Mängel aufzudecken, danach würde Seine Einheit und seine macht über sie erneut enthüllt, und Er wird alles korrigieren.

Wenn die Vollkommenheit sich durchsetzt, gibt es zweifellos überhaupt keine Notwendigkeit irgendeines Dienstes, denn nichts könnte besser als Seine vollständige Perfektion sein. In diesem Fall würde die Erfüllung der Gebote dem nichts hinzufügen oder an Seiner Regentschaft über die Welt. Jedoch ist in einer Situation, in der Mängel und Unzulänglichkeiten bestehen, die Erfüllung der Gebote von Nutzen, weil dasjenige, das unvollständig und unzulänglich ist, durch sie Vervollkommnung erreichen kann. Gegebenenfalls kann nur ein Reich des Mangels die passende Arena für den Dienst an G-tt in dieser Weise darstellen. Denn dieser Dienst ist in einem Reich des Mangels sehr maßgeblich und sehr gut anwendbar. Es ist unmöglich, von Einheit und Einssein zu sprechen, es sei denn, wir sprechen von unbeschränkter Macht und grenzenloser Kontrolle. Daraus folgt, dass Er, wenn Er wünscht, diese Einheit wirklich aufzudecken, eine Beschränkung verursacht und diese danach entfernt.

Hier erkennen wir das Konzept der "Mitte" des Eyn Sof, welches in der kabbalistischen Literatur (Etz Chayim, Drushey Igulim Veyosher 11:3) erwähnt wird, wo das Tzimtzum ("Kontraktion") stattfand. Diese "Mitte" ist der zentrale "Punkt", auf dessen Grundlage die Welten, und innerhalb von ihnen, der Dienst für G-tt erschaffen wurde. Die Tat, durch die sie hervorkamen, war die Verborgenheit der Vollkommenheit, die ein Reich hinterließ, welches durch das Prinzip der Unvollkommenheit gesteuert wird, ein Reich, in dem der Dienst für G-tt wichtig ist. Was Er jedoch offenbaren wollte, ist, wie das Reich der Mängel durch die Kraft Seiner Einheit korrigiert wird. Wenn dem so ist, ist die Arbeit nicht vollendet, wenn die Perfektion anfangs nicht verborgen wird, um den Unzulänglichkeiten die Existenz zu ermöglichen. In dieser Phase besteht die Möglichkeit des Dienstes, bis die Vollkommenheit Seines Einsseins und Seiner Einheit enthüllt wird, und Er alle Mängel korrigiert.

In der Tat schließt der Dienst für Ihn an sich, die tatsächliche Enthüllung Seiner Einheit ein, denn es sind die dienenden Menschen, die diese Einheit in Anspruch nehmen und aufdecken, um alles zu korrigieren, was mangelhaft ist. Und siehe da, was deren Belohnung ist: Die äußerste Einheit, die ihnen enthüllt wird, und die sie erreichen werden. Dies an sich ist die vollkommene Güte, die Er ihnen schenken möchte. Denn die Belohnung für die Erfüllung der Gebote wird sich nur in der kommenden Welt ereignen, wenn die Seelen zu ihrer Wurzel gelangen, welche die Wurzel der gesamten Schöpfung ist. Ihre Freude wird entsprechend ihrem Niveau der Errungenschaft sein. Wenn sie die Enthüllung der Einheit G-ttes erreichen, ist ihre Freude in jeder Weise vollkommen: keine Barrieren stehen im Weg der Empfänger, und sie werden das Licht der vollkommenen Einheit erzielen - die größte mögliche Freude, welche die Seelen genießen können.

Zusammenfassung: Als das Eyn Sof in Seiner vollkommenen Weisheit ein System des Dienstes gründen wollte, errechnete Er, in welcher Arena es anwendbar sein würde. Er wusste, dass es keinen Aspekt Seiner Vollkommenheit gab, in dem es irgend eine Notwendigkeit für Seine Geschöpfe gab, oder für ihren Dienst, außer für die Schenkung des Guten, wobei sich das Übel selbst in Gutes zurück verwandelt. Dies ist das grundlegende Konzept der vollkommenen Einheit, über das ich schrieb. Im Aspekt G-ttes als komplette Vollkommenheit existiert überhaupt kein Ort für einen Dienst. Jedoch weil das Konzept des Einsseins und der Einheit die hypothetische Möglichkeit der Unvollkommenheit mit einbezieht (nicht dass sie bestünde, aber damit sie durch die Kraft der Vervollkommnung negiert wird), war es folglich passend, um seine Güte aufzudecken, dass Er Seine Vollkommenheit verbarg, um sie dann in der Wirklichkeit zu enthüllen. Dies ist wie "beschädigen um zu reparieren" oder "verdunkeln um zu erhellen". Auf dieser Grundlage verrichtet Er Sein ganzes Werk: Er schuf einen Ort für unabhängige Wesen und einen Ort für ihren Dienst und bestimmte für sie eine sehr kostbare Belohnung.

Teil 3: Dementsprechend, gründete Er das System der Regentschaft, dem Er folgt... nämlich das Herrschaftssystem, welches jetzt besteht, in dem sich schließlich das Übel tatsächlich in Gutes zurück verwandelt. Auf diese Art und Weise enthüllt sich, was innerhalb Seiner Einheit als Möglichkeit bestand, in der Wirklichkeit, in dem Er zuerst einen Ort für das Übel schuf, damit es tun kann, was in seiner Kraft liegt - Er verbarg Seine Perfektion, doch am Ende aller Dinge werden alle Zerstörungen wieder hergestellt sein und alle Übel werden in wirklich Gutes zurückverwandelt, buchstäblich, und dies ist das Ende des Zyklus, durch den Seine Einheit offenbart wird.

Teil 4: Auf diese Weise wird Seine Einheit enthüllt. An diesem Punkt sind einige Dinge beteiligt. Zuerst wird Seine Einheit tatsächlich aufgedeckt. Da dies das Übel mit einbezieht, welches sich in Gutes zurückverwandelt, kann sie nicht Wirklichkeit werden, bis das Übel tatsächlich in den unteren Sphären enthüllt wird. Zweitens ist die Enthüllung der Einheit G-ttes so kostbar, dass die größtmögliche Freude wahrgenommen wird, wenn sie erreicht wird. Drittens bildet diese Enthüllung, die eine anfängliche Verschleierung mit einbezieht, einen Ort für den Dienst, und wenn sie erreicht wird, ebenso einen Ort für Belohnung. Da das Übel nur während der Phase des Dienstes existiert, um Seine Einheit zu enthüllen, braucht der Dienst nicht für immer fortzudauern. "So wahre denn das Gebot, die Gesetze und Rechtsvorschriften, die zu tun ich dir heute gebiete..." "...um morgen ihre Belohnung zu empfangen..." (Deut. 7:11 - Eruvin 2a) Sobald Seine Einheit aufgedeckt wird, gibt es keine weitere Notwendigkeit für einen Dienst, denn dies an sich ist die Freude der Seelen - die Enthüllung seiner Einheit ist für sich selbst betrachtet, genau die Güte, die Er, wie wir geschildert haben, schenken möchte.

Folglich sehen wir, wie der Höchste Wille etwas errechnete und plante, das in allen seinen Teilen tatsächlich vollkommen und logisch ist. Die Güte, die Er schenkt, ist in sich komplett: Sie ist sehr groß und kostbar, denn Seine Einheit ist das Prachtvollste und Kostbarste. Ferner ist auch der Modus des Schenkens vollkommen, denn die Empfänger werden überhaupt keine Schande empfinden, nachdem sie gearbeitet haben, um ihre Belohnung durch den Dienst für Ihn zu erwerben. Überdies ist es die tatsächliche Schenkung des Guten an sich, welches die Möglichkeit des Dienstes verursacht. Denn dies ist die Methode, in der die beabsichtigte Schenkung von Güte zustande kommt und einen Ort für den menschlichen Dienst für G-tt bereitstellt. Der Sinn und Zweck des Dienstes ist die Einheit G-ttes aufzudecken, was der beabsichtigte Nutzen ist, der sich durch das Wandeln von Schlechtem zu Gutem ereignet.

Somit bezieht der komplette Weg der Regentschaft in seiner Vollkommenheit die anfängliche Verschleierung Seiner Perfektion mit ein, die von deren Enthüllung gefolgt wird. Dieser besondere Pfad schafft die Möglichkeit des Dienstes für Ihn. Die gesamte Schöpfung und das System, durch das es gesteuert wird, sind auf dieser Grundlage errichtet. So ist das System, durch das die Welt geregelt wird, ein Gesetz, welches letztendlich, durch alle seine Zyklen die Wahrheit dieser Einheit aufdecken wird. Und die Schöpfung selbst ist auf der Grundlage der Verborgenheit, gefolgt von Offenbarung, erbaut: In dem Sinne, dass die erschaffenen Reiche und die Wesen selbst den Hinweis zu den Gesetzen dieser Regentschaft enthalten. Dies ist, was in der 1. Enthüllung angegeben wurde: "Auf dieser Grundlage wurde die gesamte Struktur errichtet".

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